»Ich persönlich bin durch das Projekt gewachsen.«

 

Marc-Julian Siewert

Leiter Value Added Solutions and Services, G+D Currency Technology GmbH

Sichere Banknoten für Ägypten und Geduldstraining für Marc-Julian

 

Wenn man noch kurz vor Weihnachten in einem Hotelzimmer in Kairo ausharrt und riskiert, nicht pünktlich bei der Familie unterm Weihnachtsbaum zu sein, muss es um etwas Wichtiges gehen. Für Marc-Julian Siewert hat sich das Engagement gelohnt. Sein Team und er haben für G+D einen Rekordauftrag gewonnen: „Wir bauen in Ägypten eine der modernsten Hochsicherheitsfabriken für Banknoten auf der ganzen Welt.“

„Am 22. Dezember 2017 saß ich im Hotel auf Abruf, ob nun tatsächlich die finale Unterschrift unter die Verträge erfolgt. Ich hatte zu Hause versprochen, dass ich Heiligabend daheim bin – aber nur, wenn das ‚Go‘ aus Ägypten da ist.“ Der Höhepunkt nach mehr als drei Jahren Akquisephase und über acht Monaten Verhandlungen. Doch einer der Anwälte sagte: „Es dauert leider mindestens bis zum 24.12.“ Was Siewert zunächst nicht merkte: Der Anwalt scherzte, die Unterschriften waren längst da. „Als dann der Groschen fiel, war das mein schönstes Weihnachtsgeschenk aller Zeiten – und ich war pünktlich zu Hause unterm Tannenbaum.“ Inzwischen läuft das Projekt mit einem Auftragsvolumen von 260 Millionen Euro auf Hochtouren. Die Anlage im neuen Regierungszentrum südlich von Kairo soll 2020 in Betrieb gehen und gilt als kritische, also hochgradig wichtige Infrastruktur. Ägypten wird dort einen Großteil der landesweiten Banknotenbestände drucken und bearbeiten. Für das Land ein riesiger Sprung: „Der Banknotenkreislauf wird weitgehend automatisiert und noch sicherer. Von Handbearbeitung zu Vollautomatisierung in einem Schritt – so etwas zu begleiten passiert auch uns Banknotenspezialisten nicht alle Tage“, freut sich Siewert.

Für G+D Currency Technology ist es der größte Auftrag aller Zeiten. „Wir decken die gesamte Wertschöpfungskette ab – von Software und IT-Sicherheit über Druck-, Automatisierungs- und Bearbeitungsmaschinen bis hin zu Service. Dass wir sogar eine Projektfinanzierung auf die Beine stellen konnten, hat den Kunden endgültig überzeugt. So breit ist keiner unserer Wettbewerber aufgestellt“, berichtet Siewert. Persönlichen Stolz zeigt er auch bei einem ganz anderen Aspekt: „Wir unterstützen die ägyptische Zentralbank bei der Ausbildung von rund 1.500 Mitarbeitern der Anlage. Als das in den Verhandlungen Thema wurde, habe ich bei meinem Team und mir gemerkt: So etwas motiviert zusätzlich, weil es sehr sinnvoll ist!“ Und auch sonst ist Siewert, zu Projektbeginn 2014 noch Vertriebsleiter für den Mittleren Osten und Afrika, manches unter die Haut gegangen. „Jeder im Projekt wusste irgendwann, dass ich einen roten Kopf kriege, wenn ich bei Verhandlungen an meine Schmerzgrenze komme.“ Und das ist bei rund 50 persönlichen Einsätzen in Ägypten durchaus öfter der Fall gewesen. „Generell bin ich aber durch das Projekt gewachsen – in meiner Geduld, meinem Selbstvertrauen und meiner Beharrlichkeit. Das wird mir alles im weiteren Leben helfen“, ist der 34-Jährige sicher. Arabisch hat er allerdings trotz gefühlter Standleitung nach Ägypten nicht gelernt. „Vielleicht ein paar Redenwendungen. Doch ich habe viel von Land und Leuten mitbekommen. Unser Geschäft basiert ja immer stark auf Vertrauen und persönlichem Kontakt. In Ägypten ist dies besonders zutreffend – Vertrauen ist das höchste Gut.“ Solche kulturellen Erfahrungen seien in seinem Beruf nochmal wie ein Zusatzgehalt – ein Zugewinn an Eindrücken, eine Erweiterung des eigenen Horizonts.

Marc-Julian Siewert auf dem Weg zu einem zweitägigen Trip zum Kunden nach Ägypten.

»Unser Geschäft basiert ja immer stark auf Vertrauen und persönlichem Kontakt. In Ägypten ist das besonders der Fall.«

Marc-Julian Siewert kurz vor dem letzten Meeting des Tages

Für G+D Currency Technology ist es der größte Auftrag aller Zeiten. „Wir decken die gesamte Wertschöpfungskette ab – von Software und IT-Sicherheit über Druck-, Automatisierungs- und Bearbeitungsmaschinen bis hin zu Service. Dass wir sogar eine Projektfinanzierung auf die Beine stellen konnten, hat den Kunden endgültig überzeugt. So breit ist keiner unserer Wettbewerber aufgestellt“, berichtet Siewert. Persönlichen Stolz zeigt er auch bei einem ganz anderen Aspekt: „Wir unterstützen die ägyptische Zentralbank bei der Ausbildung von rund 1.500 Mitarbeitern der Anlage. Als das in den Verhandlungen Thema wurde, habe ich bei meinem Team und mir gemerkt: So etwas motiviert zusätzlich, weil es sehr sinnvoll ist!“ Und auch sonst ist Siewert, zu Projektbeginn 2014 noch Vertriebsleiter für den Mittleren Osten und Afrika, manches unter die Haut gegangen. „Jeder im Projekt wusste irgendwann, dass ich einen roten Kopf kriege, wenn ich bei Verhandlungen an meine Schmerzgrenze komme.“ Und das ist bei rund 50 persönlichen Einsätzen in Ägypten durchaus öfter der Fall gewesen. „Generell bin ich aber durch das Projekt gewachsen – in meiner Geduld, meinem Selbstvertrauen und meiner Beharrlichkeit. Das wird mir alles im weiteren Leben helfen“, ist der 34-Jährige sicher. Arabisch hat er allerdings trotz gefühlter Standleitung nach Ägypten nicht gelernt. „Vielleicht ein paar Redenwendungen. Doch ich habe viel von Land und Leuten mitbekommen. Unser Geschäft basiert ja immer stark auf Vertrauen und persönlichem Kontakt. In Ägypten ist dies besonders zutreffend – Vertrauen ist das höchste Gut.“ Solche kulturellen Erfahrungen seien in seinem Beruf nochmal wie ein Zusatzgehalt – ein Zugewinn an Eindrücken, eine Erweiterung des eigenen Horizonts.

Und was soll nach einem solchen Highlight jetzt noch kommen? „G+D hat sehr gute Chancen, weitere solcher Großprojekte zu gewinnen und zu liefern“, ist Siewert sicher, der mittlerweile das Lösungsgeschäft für Großaufträge bei Currency Technology verantwortet. Sein Team ist deutlich gewachsen. Es sind inzwischen um die 100 Leute – viele Junge, aber auch langjährig Erfahrene. „So, wie wir hier zusammenarbeiten – mit dieser Agilität und in derart innovativen Märkten wie etwa der Automatisierung – können wir ein Stück weit die Zukunft mitprägen.“ Und bekanntlich trotzdem Weihnachten daheim mit der Familie verbringen.

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So viele Währungshüter arbeiten mit G+D zusammen. Auch in Afrika vertrauen zahlreiche Staaten auf Sicherheitslösungen von G+D. In einzigartiger Breite decken wir den gesamten Cash Cycle ab: vom Design über die Herstellung mit fälschungssicheren Materialien und Echtheitsmerkmalen bis hin zu Hochleistungs-Bearbeitungsmaschinen und ganzen Cash Centern. IT-Sicherheit und Big-Data-Analysen gehören ebenfalls zu unserem Portfolio für einen wachsenden Markt: Bargeld ist nach wie vor Zahlungsmittel Nummer eins auf der Welt.

Sehen Sie hier das komplette Interview mit Marc-Julian Siewert.

 

 

 

 

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